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Testament

Erbrecht Schweiz: 5 typische Fehler beim Testament schreiben

Über das Thema Testament reden die wenigsten Menschen gerne und oft wird diese Angelegenheit jahrelang vor sich hergeschoben. Viele schreiben jedoch früher oder später den letzten Willen nieder.

Hier gilt es gut aufzupassen, denn einige Fehler können den Aufwand zunichtemachen. Hier die Top 5 der typischen Testamentfehler:

1. Das Testament am Rechner schreiben

Ein Testament ist laut Erbrecht Schweiz nur dann gültig, wenn es von Hand verfasst wurde. Ebenfalls muß auf jeder einzelnen Seite des Dokumentes die Unterschrift des Erblassers zu finden sein.

Sollte der Erblasser nicht in der Lage sein, das Testament per Hand zu schreiben, muß dies ein Notar für ihn übernehmen, der das Ganze beglaubigt. Unterlagen, die von einer dritten Person geschrieben wurden, sind ungültig.

2. Kein Datum

Wenn das Testament nicht mit Datum versehen ist, ist es dennoch zunächst einmal gültig, so das Erbrecht Schweiz. Problematisch wird das Ganze jedoch, wenn ein zweites Testament auftaucht.

Damit können dann Streitigkeiten darüber aufkommen, welches Schreiben tatsächlich der allerletzte Wille des Erblassers ist.

3. Steuern nicht beachten

Auch beim Testament sollte man die Steuern beachten. Es gibt die Möglichkeit des Erbvorzugs, um Steuern zu sparen. Oder die, den Eigentümern Nießbrauch einzuräumen und den Kindern das Eigentum zu Lebzeiten vor Erbe schon zu vermachen.

Auch zu beachten ist, daß es bei Erbsteuern eine Progression gibt.

Man kann z. B. sparen, indem man den Teil erblich spendet, der einen in die nächste Progressionsstufe oder erst überhaupt in die Erbsteuer bringt.

4. Schwammige Formulierungen

Ein Testament sollte stets so formuliert sein, dass eindeutig die Erbschaftsanteile der jeweiligen Personen erkennbar sind.

Sätze wie: "Als Erben setze ich meine Frau und meine beiden Kinder Luis und Jana zu gleichen Teilen ein. Die Immobilie soll Jana alleine erhalten.", stiften Verwirrung bei der Testament-Vorlage und sollten vermieden werden.

Denn mit dieser Formulierung ist nicht eindeutig geklärt, wem welche Erbmasse zugeteilt wurde und so sind zwei Auslegungen möglich. 

5. Ersatzerben nicht bestimmt

Im Testament bestimmt ein Erblasser einen Erben. Wenn dieser Erbe nun vor dem Erblasser stirbt, ist nicht geklärt, wem das Erbe zuteilwird. Der nächste rechtmäßige Erbe tritt dann an seine Stelle.

Generell kein Problem, solang dies dem eigenen Wunsch entspricht. Soll eine Person bewußt bei der Testament-Vorlage ausgelassen werden, ist die Benennung eines Ersatzerbens von Vorteil.

6. Dokument "zu gut" versteckt

Natürlich geht es niemanden etwas an, in welche Hände der Besitz einer Person nach deren Tod übergeht.

Das Testament ist ein persönliches Schriftstück, was zu Lebzeiten auch ohne Probleme nur der Erblasser selbst kennen kann.

Es sollte sicher verstaut sein, muss aber auch im Fall der Fälle gefunden werden können. Taucht kein Testament auf, werden die laut Erbrecht Schweiz erbberechtigten Personen begünstigt.