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Personengesellschaften

 

Bei einem Einzelunternehmen bringt der Inhaber das gesamte Eigenkapital auf.

Er führt das Geschäft und ist im Rahmen der gesetzlichen Grenzen frei in seinen Entscheidungen.

Er haftet mit seinem gesamten Geschäfts- und Privatvermögen.

Dafür hat er oder sie Anspruch auf den ganzen Gewinn, muß darauf jedoch Einkommenssteuern direkt bezahlen.

Analog verhält es sich bei den Kollektiv- und Kommanditgesellschaften.

Es ist daher nötig, Privates und Geschäftliches absolut sauber auseinanderzuhalten. Die Steuerbehörden unterscheiden nämlich strikte zwischen notwendigem Geschäftsvermögen und Privatvermögen.

Dazwischen liegt eine Grauzone von Gütern, die sowohl geschäftlich wie auch privat genutzt werden (z. B. Geschäfts- und Wohnliegenschaft, Fahrzeug). In solchen Fällen muß man eine anteilige Ausscheidung vornehmen.

Ist eine objektive Tennung zwischen privat und geschäftlich nicht möglich, da eine schlüssige und saubere Abgrenzung nicht erfolgte, so entscheiden Steuerbehörden im Zweifel zum Nachteil des Steuerpflichtigen.

Analog zum Vermögen sind daher auch Privat- und Geschäftsaufwand klar zu trennen.

Denn auch der Selbständigerwerbende darf seine privaten Lebenshaltungskosten nicht einfach über die Firma abbuchen und nur den geschäftsmässig begründbaren Aufwand vom Ertrag abziehen.

In der Buchhaltung trägt man diesem Umstand Rechnung, indem man ein Privatkonto und ein Eigenkapitalkonto einrichtet.

  • Das Privatkonto ist die Schnittstelle zwischen Geschäfts- und Privatbereich und dient der Abwicklung der laufenden Gutschriften und Bezüge des Geschäftsinhabers.
  • Gegenüber steht das Eigenkapitalkonto, aus dem das langfristig durch die Geschäftsinhaberin oder den Geschäftsinhaber zur Verfügung gestellte Kapital hervorgeht. Hier werden die während eines Jahres erfolgten Kapitalerhöhungen und -rückzüge festgehalten. Zudem bildet es die Berechnungsgrundlage für die Eigenkapitalverzinsung und zeigt den Ausgleich des Privatkontos sowie eventuelle Gewinn- oder Verlustverbuchungen. Private Warenbezüge darf die Inhaberin oder der Inhaber einer Einzelfirma zum Einstandspreis berechnen. Der Saldo des Privatkontos wird beim Jahresabschluß auf das Eigenkapitalkonto gebucht, so dass das Privatkonto bei der Einzelfirma nicht in der Bilanz erscheint.

Das Privateinkommen des Unternehmers besteht aus seinem Eigenlohn, dem Eigenzins, den er oder sie sich auf seinem Kapital vergütet und dem Reingewinn seiner Firma.

Bei einer AG oder GmbH ist es viel einfacher: Privat- und Geschäftsvermögen sind hier klar getrennt, die Vermögenswerte der Gesellschaft sind Geschäftsvermögen.

Firmeninhaberinnen und -inhaber sind in aller Regel Angestellte ihres Unternehmens, soweit sie im Betrieb direkt mitarbeiten.