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Jahresabschluß


Unter dem Jahresabschluß eines Unternehmens versteht man die Zusammenstellung von Rechnungslegungsdokumenten, insbesondere von Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang und Lagebericht.

Durch den Jahresabschluß wird der finanzielle Erfolg des abgelaufenen Geschäftsjahres festgestellt. Weiterhin stellt der Jahresabschluß die Vermögenslage des Unternehmens zum Bilanzstichtag dar.

Der Jahresabschluß ist Grundlage für die Besteuerung des Unternehmens und wird von Banken als Kriterium für die Kreditvergabe herangezogen.

Deutschland, Österreich

Nach deutschem und österreichischem Handelsrecht ist der Jahresabschluß die Zusammenstellung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung, die bei Kapitalgesellschaften und Personenhandelsgesellschaften ohne natürliche Person als persönlich haftenden Gesellschafter um einen erläuternden Anhang erweitert werden. Weiterhin sind mittelgroße und große Kapitalgesellschaften verpflichtet, einen Lagebericht beizufügen.

Auch Finanzintermediäre (Finanzdienstleistungsinstitute) in Deutschland sind zur Vorlage eines Lageberichtes bei den Aufsichtsbehörden (BaFin, Bundesbank) verpflichtet und zwar unabhängig von Ihrer Größe, seitdem in Deutschland den Finanzdienstleistern das Bankenrecht einfach übergestülpt wurde. Hierduch entsteht die wirklich perverse Situation, daß auch z. B. Ein-Mann-Unternehmen in Form einer Einzelfirma in Deutschland verpflichtet sind, ebenfalls einen kompletten Lagebericht zu verfassen bzw. mit Hilfe von Anwälten und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften zu erstellen. (Mehr zum Finanzdienst- und Bankbereich in der entsprechenden Rubrik)

Börsenkotierte Gesellschaften

Bei börsenkotierten Konzernen kommen außerdem noch Kapitalflussrechnung, Segmentberichterstattung und Eigenkapitalspiegel hinzu. Konzern-Mutterunternehmen mit Sitz in der Europäischen Union sind verpflichtet, für Geschäftsjahre, die nach dem 31. Dezember 2004 beginnen, einen Konzernabschluss nach den Regeln der International Financial Reporting Standards (IFRS) zu erstellen (§ 315a HGB). Da ein IFRS-Abschluß zwingend die Vorjahresdaten enthalten muß, sind betroffene Konzerne gezwungen, bereits ein Jahr früher parallel nach IFRS zu bilanzieren.

Mittelgroße und große Gesellschaften sind verpflichtet, ihren Jahresabschluß von einem externen Abschlußprüfer prüfen zu lassen (Jahresabschlußprüfung).

Der Jahresabschluß muß vom zuständigen Aufsichtsorgan der Gesellschaft (zum Beispiel der Gesellschafterversammlung) festgestellt werden. Die Gesellschaft muß ihren Jahresabschluß veröffentlichen (Offenlegung). Der Jahresabschluß ist Grundlage für Gewinnausschüttungen.